Ein schöner Eishockey-Abend mit dem falschen Sieger

Einen Punkt hätten sie sich mindestens verdient gehabt. Leider wurde nichts daraus. Die Eishackler verlieren ihr Heimspiel knapp mit 3:4 (2:1/1:1/o:2) gegen Landsberg. Trotz allem war es aber ein spanennder Eishockeyabend vor rund 800 Zuschauern am Freitag Abend.

Es war alles angerichtet in der Peißenberger Eissporthalle. Beide Fanlager gut besetzt, mit ordentlicher Stimmgewalt, knapp 800 Zuschauer, die dem Spiel den verdienten Rahmen gaben.

Weiterhin nicht dabei Moritz Birkner und Dominik Novak, dieser hat seine OP am vergangenen Montag gut überstanden, allerdings wird die Saison für Dominik definitiv beendet sein.

Von der guten Stimmung angesteckt, legten die „Eishackler“ auch gut los und es klingelte bereits nach 23 Sekunden im Tor der Landsberger. Leo Zink gab die Scheibe an Clairmont weiter, der spielte Martin Andrä frei, der konnte sich über Außen herrlich durchtanken und legte zurück auf Clairmont, der zum 1:0 treffen konnte.

Auch Landsberg konnte früh in der Partie ein Tor erzielen. In der 5. Spielminute war es Tyler Wiseman der die Scheibe auf das Gehäuse von Jakob Goll brachte, der vom Verteidiger geblockte Schuss, ließ die Scheibe unkontrolliert abprallen, sodass Goll nur einen kurzen Augenblick die Orientierung verlor. Das nutzte Fabio Carciola aus, dem die Scheibe vor den Schläger viel und traf zum 1:1 Ausgleich. Die „Eishackler“ zeigten sich aber nicht geschockt und übernahmen von da an die Regie und konnten viele schöne Angriffe zeigen. Der 2:1 Treffer viel dann auch hochverdient in der 14. Spielminute. Maxi Malzatzki traf zunächst den Torhüter, dessen Abpraller brachte Dominik Ebentheuer auf das Tor, wo wieder Landsbergs Torwart Markus Kring zur Stelle war, aber den zweiten Abpraller nutzte dann Malzatzki im Nachschuss und schob zur 2:1-Führung ein.

Im zweiten Drittel begannen die „Eishackler“ wieder furios und konnten wieder sehr früh (24.) treffen. Valentin Hörndl nutzte einen Fehlpass von Landsbergs Maximilian Raß und fuhr allein auf Torwart Kring zu, dem ließ er keine Chance und machte das 3:1.

Wie so oft in dieser Saison hätte der TSV die Partie schon in diesem Drittel entscheiden können. Hörndl hätte fast eine Kopie von seinem vorherigen Treffer machen können, allerdings hatte Kring im Tor der Landsberger, etwas dagegen. Auch Dominik Ebentheuer und Florian Höfler erhielten beide noch gute Möglichkeiten. Aber im Mittelabschnitt trafen dann kurz vor Schluss in der 39. Minute, nur noch die immer stärker werdenden „Riverkings“. Es war ein Abspiel von Ebentheuer das zu kurz geriet. Florian Höfler war dann den berühmten Schritt zu langsam und so konnte Maximilian Raß, seinen Fehler aus der 24. Minute wieder gut machen und ging dazwischen, fing den Pass ab und vor dem Tor, musste er nur noch quer auf den mitgelaufenen Michael Fischer legen, der Goll im Tor keine Chance gab die Scheibe zu halten.

Deutlich besser kam der HCL aus der Kabine, zum letzten Drittel. Schon in der 41. Minute traf erneut Fabio Carciola, wieder zum 3:3 Ausgleich. Nach einer kurzen Phase, die sehr offen von beiden Mannschaften gestaltet wurde, waren es gleich mehrere gute Chancen für die „Eishackler“ um erneut in Führung zu gehen. (Maxi Barth (47.), Clairmont mit Doppelchance (48.)). Wie es geht, wenn man das „Scheibenglück“ auf seiner Seite hat, zeigte sich in der 50. Minute als der Ex-Eishackler Tyler Wisemanvor dem Peißenberger Gehäuse frei zum Schuss aus spitzem Winkel kam. Jakob Goll konnte zwar seine Fanghand an die Scheibe bringen, allerdings viel die Scheibe hinter ihm in das Tor hinein. Somit konnten die Landsberger erneut, wie schon in der Hauptrunde, einen Zwei-Tore-Rückstand in Peißenberg drehen und mit 3:4 in Führung gehen.

Eine Auszeit direkt nach dem Gegentreffer, brachte nicht den gewünschten Effekt. Es waren weiterhin die Landsberger die nach vorne agierten. So war es Dennis Sturm in der 51. Minute, der allein vor Goll auftauchte, aber nicht treffen konnte. In der 55. Minute konnte Daniel Clairmont noch einmal ein Lebenszeichen setzen. Seinen Alleingang konnte er allerdings nicht verwandeln. Auch aus einer Überzahl konnten die „Eishackler“ nichts zählbares mehr auf die Anzeige bringen und es blieb zum Ende der Begegnung beim 3:4 für den HC Landsberg.

In tiefe Trauer brauchen sich die „Eishackler“ wegen dieser Niederlage aber nicht stürzen. Aufgrund der gezeigten Leistungen in den vergangenen Drei Spielen merkt man es der Mannschaft an, dass wieder Leben in der Bude ist und die guten Ansätze gilt es jetzt am Sonntag auch mit nach Erding zu nehmen um dort wieder zu punkten.

Denn mit einem Sieg im Gepäck, lässt es sich auch bedeutend, gemütlicher den Super-Bowl anschauen.

Eine nicht so gute Mitteilung gab es dann noch auf der anschließenden Pressekonferenz.

Ob Fritz Stögbauer im nächsten Spiel wieder eingesetzt wird, war die Frage. Trainer Sepp Staltmayr antwortete darauf und gab folgendes bekannt: „Er ist sportlich unzufrieden und wird in dieser Saison, nicht mehr spielen.“ Damit ist er der zweite Spieler, nach Markus Andrä (wechselte im Dezember nach Schongau), der während der Saison das Lager verlässt.

Einstweilen könnt ihr aber auch den Bericht von Roland Halmel bei Merkur Online Eishockey lesen.

Hier auch das Video von den Highlights und der Pressekonferenz:

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